Nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht bringt sie etliche Vorteile mit sich: In vielen Fällen ist eine berufliche Aus- oder Weiterbildung der Grundstein für einen erfolgreichen Weg in der Arbeitswelt. Das wissen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und DIHK-Präsident Peter Adrian genau – beide unternahmen mit einer IHK-Ausbildung erste Schritte ins Berufsleben. Zu einem Aktionstag im Rahmen des „Sommers der Berufsausbildung“ tauschten sie sich mit Absolventinnen und Absolventen der Höheren Berufsbildung sowie Unternehmerinnen und Unternehmern über Zukunft und Perspektiven der Beruflichen Bildung aus und berichteten aus eigener Erfahrung von deren Vorzügen – und davon gibt es viele.
 
Rein ins Berufsleben
Jugendliche wissen nach ihrem Schulabschluss oft noch nicht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen – oder welche Potenziale in ihnen stecken. Hier bietet die duale Berufsausbildung ein abwechslungsreiches Programm: In rund 330 Ausbildungsberufen, allein circa 250 bei den Industrie- und Handelskammern, ist für jeden etwas dabei. Praktische Erfahrungen im Betrieb helfen, eigene Talente zu erkennen. Finanzielle Unabhängigkeit, gute Übernahmechancen und ein sicherer Einstieg ins Berufsleben: Die duale Ausbildung überzeugt mit vielen Pluspunkten.
 
Vorteile und Argumente für die duale Berufsausbildung hat der DIHK in einer eigenen Ausbildungs-Kampagne aufgegriffen: Nutze dein Talent #Azubi21.
 
Berufliche Weiterbildung als Alternative zum Studium
Die Berufliche Bildung bietet nicht nur einen zumeist nahtlosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf, sondern auch gute Einkommensperspektiven – vor allem dann, wenn sie um einen Abschluss der Höheren Berufsbildung wie zum Beispiel einen Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter ergänzt wird. Die Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven dieser Absolventen sind zum Teil sogar besser als die von Akademikern. Ein Großteil berichtet auch davon, dass eine berufliche Weiterbildung die eigene Persönlichkeit voranbringt: Ein erweiterter Blickwinkel, mehr Souveränität und bessere kommunikative Kompetenzen sind dabei nur einige der wichtigen positiven Effekte.
 
Auf der DIHK-Website finden sich ausführliche Informationen, warum eine berufliche Weiterbildung sich auszahlt.
 
Auf passgenaues Matching kommt es an
Die Corona-Krise verstärkt ein bekanntes Phänomen: In Deutschland gibt es seit vielen Jahren weit mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als unvermittelte Jugendliche. So standen 2020 laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit knapp 60.000 unbesetzte Ausbildungsplätze rund 29.300 unvermittelten Ausbildungsplatzbewerbern gegenüber. Auch in diesem Jahr spiegelt sich der Trend bereits wider: Zum Stichtag 30. Juni 2021 verzeichnet die Statistik 385.042 Bewerberinnen und Bewerber und 467.921 gemeldete Ausbildungsstellen. Die Herausforderung ist also nicht etwa ein genereller Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen, sondern das Matching zwischen dem reichlichen Angebot und der Nachfrage. In vielen Initiativen versuchen IHKs, dieses Matching zu unterstützen – zum Beispiel mit digitalen Einsätzen von Ausbildungsbotschaftern, virtuellen Azubi-Speed-Datings oder Ausbildungsberatungen per Video-Chat.