Die EU-Kommission hat ihren Aktionsplan zur Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Böden als Teil ihres "Green Deal" präsentiert. Bis 2050 soll demnach eine - bis zum bestimmten Maße - schadstofffreie Umwelt erreicht werden. Dazu definiert der Plan bis 2030 diverse Zwischenziele in verschiedenen umweltpolitischen Bereichen, unter anderem die Reduzierung von Luftverschmutzungen und von Kunststoffabfällen im Meer. Das Gesamtabfallaufkommen in der EU soll um 50 Prozent reduziert werden.
 
Erreichen will die EU-Kommission diese Ziele durch neue Regulierungen etwa im Bereich der Luftqualität oder Industrieemissionen, aber auch durch eine bessere Um- und Durchsetzung der bestehenden Regeln. In dem Aktionsplan wird darauf hingewiesen, dass derzeitige EU-Umweltschutzregelungen bisher nur lückenhaft umgesetzt würden und dass bestehende Lücken im Verursacherprinzip geschlossen werden müssten. Hier will die EU-Kommission auf eine bessere Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten hinwirken. 
 
Auf Unternehmen könnte dies alles mittelfristig zu Veränderungen etwa der Produktionsprozesse führen, zu höheren Kosten und zu vermehrten Kontrollen, welche die Durchsetzung des Aktionsprogrammes sicherstellen sollen.