Kürzlich haben die Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) ihren Umsetzungsbericht vorgestellt. Die NWS wurde im Sommer 2019 von Bundesarbeits- (BMAS) und Bundesbildungsministerium (BMBF) mit einer ganzen Reihe von Partnern vereinbart. Das Ziel: die berufliche Weiterbildung und das lebensbegleitende Lernen noch stärker als bisher fördern – insbesondere mit Blick auf die fortschreitendende Digitalisierung der Arbeitswelt. Dabei hatten die Partner – neben dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und Ländervertreter – ihrerseits eigene Beiträge ("Commitments") zugesagt, um die NWS zu unterstützen.
 
Was wurde erreicht, was wird in Zukunft wichtig?
Der Umsetzungsbericht zieht nun ein Fazit des bisher Erreichten und umreißt Perspektiven. Dabei betont das BMBF das Erfordernis, digitale Bildungsräume aufzubauen, und hebt die jüngsten Verbesserungen beim Förderinstrument Aufstiegs-BAföG hervor. Ein wichtiges Element ist auch, für die Bewertung und Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen auf Basis der Erfahrungen im Modellprojekt "ValiKom" einen verbindlichen Rahmen schaffen zu wollen. IHKs und Handwerkskammern sind an diesem Projekt beteiligt. Das BMAS wiederum nennt etwa das Qualifizierungschancen- und Arbeit-von-morgen-Gesetz, das Bundesprogramm zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden sowie die Nationale Online-Weiterbildungsplattform.
 
Konkrete Beiträge seitens der IHK-Organisation
Auch der DIHK kann als NWS-Partner im Umsetzungsbericht eine positive Bilanz ziehen, etwa zum Engagement der IHKs in der Weiterbildungsberatung oder zur Nutzung von Teilqualifikationen und zur Validierung informell erworbener Kompetenzen. In verschiedenen Informationsveranstaltungen hat die IHK-Organisation zudem auf die sehr guten und vielfältigen beruflichen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten in der Höheren Berufsbildung aufmerksam gemacht.
 
Weiterbildungsförderung in der Praxis
Daran anknüpfend steht schon das nächste Event auf der Agenda: So sollen im Rahmen des von der Allianz für Aus- und Weiterbildung initiierten "Sommers der Ausbildung" diverse Aktionstage stattfinden, um in Corona-Zeiten Auszubildende und Unternehmen zusammenzubringen und zu unterstützen. Am 30. Juni ist ein Aktionstag mit dem Fokus "Höhere Berufsbildung" geplant, der Jugendliche auf die aussichtsreichen Perspektiven der beruflichen Aus- und Weiterbildung aufmerksam machen soll. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sowie DIHK-Präsident Peter Adrian werden dabei unter anderem in den Dialog mit ehemaligen Azubis treten, die über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang sowie über ihre Weiterbildungen berichten. Interessierte können von 15:30 bis 17:00 Uhr über die Startseite der DIHK-Website live dabei sein.