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18. März 2021
Ausbildungsprämie

Verdoppelung der Ausbildungsprämie begrüßt

Erleichterungen bei Antragsvoraussetzungen.
„Ich freue mich, dass die Bundesregierung auf Anregung der IHK-Organisation die Azubiprämie verdoppelt. Ausbildung muss sich auch in Coronazeiten lohnen“, kommentiert BWIHK-Vizepräsidentin Marjoke Breuning die Entscheidung des Bundeskabinetts. Sie ist auch Präsidentin der IHK Region Stuttgart, der im BWIHK für Ausbildungsfragen zuständigen Kammer.
 
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) bewertet die Vereinbarungen der Allianz für Aus- und Weiterbildung auf Bundesebene als einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung von Ausbildungsbetrieben und jungen Menschen in der Corona-Pandemie. Vor allem der Kabinettsbeschluss zur Verdoppelung und Nachbesserung bei den Antragsvoraussetzungen der Ausbildungsprämie sowie die in die Vereinbarung aufgenommene Stärkung digitaler Formate zur Berufsorientierung seien laut BWIHK von der Wirtschaft dringend erwartete Signale der Bundesregierung, für die sich vor allem die Kammern eingesetzt haben. Zudem wurde mit dem Beschluss der Kreis der antragsberechtigen Betriebe auf bis zu 499 Beschäftigte ausgeweitet. Ziel ist es, dem pandemiebedingten Rückgang an Ausbildungsverträgen im vergangenen Jahr entgegenzuwirken. Allein im Südwesten betrug 2020 das Vertrags-Minus 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (absolut 2020: 39.309 Ausbildungsverträge).

BWIHK-Vizepräsidentin Marjoke Breuning.

Wichtige Neuerungen
Erhöhung der Ausbildungsprämie und weitere Zuschüsse
Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wird angepasst und verlängert:
Jeweils Verdopplung der Höhe der Ausbildungsprämien für das kommende Ausbildungsjahr 2021/2022.
Erweiterung des Zuschusses zur Verhinderung von Kurzarbeit während
der Ausbildung um Zuschuss zur Ausbildervergütung i. H. v. 50 % des Ausbildergehalts zuzüglich zur bereits bestehenden Förderung der Ausbildungsvergütung.
Einführung eines einmaligen Sonderzuschusses für Kleinstbetriebe (bis
4 Mitarbeiter) die trotz Betroffenheit vom zweiten Lockdown die Ausbildung aufrechterhalten haben.
Erweiterung der Übernahmeprämie auf Fälle der Kündigung aus wichtigem pandemiebedingtem Grund und einvernehmlichen Aufhebungsvertrag sowie Verdopplung der Prämienhöhe (ab Inkrafttreten der neuen RL).
Öffnung der Förderleistungen für KMU mit bis zu 499 Beschäftigten (bislang 249 Beschäftigten)
 
Des Weiteren wird ein Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge für die Abschlussprüfung gewährt: 50 Prozent, max. 500 Euro der Kosten, einmalig an Stammausbildungsbetrieb; keine Eigenbeteiligung der Auszubildenden.

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