Eine aktuelle Studie zeigt, dass die deutschen Unternehmen ihren Arbeitnehmern nach Kräften geholfen haben, die mit der Corona-Krise verknüpften familiären Herausforderungen zu bewältigen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), lobt den Einsatz der Betriebe.
 
In seiner repräsentativen Erhebung „Familien in der Corona-Krise" befragte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesfamilienministeriums während der Pandemie Eltern von betreuungsbedürftigen Kindern.
 
Mehr als die Hälfte der Unternehmen verständnisvoll und unterstützend
Der Untersuchung zufolge erhielten drei von vier Vätern und Müttern von ihren Arbeitgebern in der neuen Vereinbarkeitssituation Unterstützung. Dabei empfanden 54 Prozent der Befragten ihren Arbeitgeber sogar als ausgesprochen entgegenkommend, die übrigen 21 Prozent immerhin als hilfreich.
Weitere 19 Prozent stießen zwar auf Verständnis, der Arbeitgeber konnte aber keine konkrete Hilfe bieten, und lediglich 6 Prozent der Befragten hatten weder Verständnis noch Unterstützung erfahren.
 
Verlässliche Betreuungsinfrastruktur wichtig für die Wirtschaft
„In der aktuellen Situation wird deutlich, wie relevant eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur für unsere arbeitsteilige Wirtschaft sind", kommentiert Eric Schweitzer die Studie. „Die Ergebnisse der Allensbach-Befragung bestätigen und ermutigen uns, weiter konsequent an diesen Themen zu arbeiten".
 
Es sei ein „starkes Signal, wie viele Unternehmen über sich hinausgewachsen sind und ihren Beschäftigten flexibles Arbeiten ermöglicht haben", betont der DIHK-Präsident. Dabei sei es hilfreich gewesen, wenn die Betriebe von vorn herein über entsprechende Strukturen verfügt hätten: „Viele Mitglieder im Unternehmensnetzwerk 'Erfolgsfaktor Familie' berichten uns, dass sie als familienbewusste Betriebe leichter auf die aktuellen Herausforderungen reagieren konnten", so Schweitzer. „Ihre Unternehmenskultur war bereits vor der Krise auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgerichtet. Davon profitieren jetzt Beschäftigte und Betriebe."