Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH, von Gewerkschaften und Ländern haben im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021 unterzeichnet.

Mit der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus. Das Ende 2014 gegründete Bündnis setzt sich dafür ein, die Attraktivität, Qualität und Leistungsfähigkeit sowie die Integrationskraft der beruflichen Bildung weiter zu stärken.
 
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die berufliche Bildung bietet jungen Menschen ein solides Fundament für eine erfolgreiche Berufskarriere mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten. In der Allianz für Aus- und Weiterbildung wollen wir diese Erfolgsgeschichte gemeinsam fortschreiben. Die Bundesregierung trägt kraftvoll dazu bei: Im Juni hat das Kabinett meinen Gesetzentwurf für ein neues Berufsbildungsgesetz beschlossen. Als nächstes kommt die Modernisierung des Aufstiegs-BAföGs. Die berufliche Bildung soll auch morgen und übermorgen hervorragende Berufsperspektiven eröffnen.“
 
DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer: „Unsere gemeinsame Allianz hat in den vergangenen vier Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet. Trotz des Rückgangs der Schülerzahlen und des Trends zum Studium konnten die Betriebe den Abwärtstrend bei den Ausbildungsverträgen vorerst stoppen. Unser Ziel ist es weiterhin, dass kein Jugendlicher verloren geht, aber möglichst auch kein Ausbildungsplatz. Wir wollen Berufsorientierung und Ausbildungsberatung intensivieren, die hohe Qualität der Beruflichen Bildung weiter sichern und sie auch für Leistungsstarke noch attraktiver machen, z. B. durch den Ausbau von Auslandsaufenthalten und das Werben für unsere hochwertigen Fortbildungsabschlüsse.“
 
Präsident der Kultusministerkonferenz und Hessischer Kultusminister Professor R. Alexander Lorz: „Die berufliche Bildung ist nicht nur der Garant für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft, sondern auch von elementarer Bedeutung für die soziale Integration unterschiedlichster Zielgruppen. Um diese gesamtgesellschaftliche Funktion zukunftsfest zu machen, bedarf es des gemeinsamen Handelns aller beteiligten Akteure als breit angelegtes politisches Bündnis. Die Länder werden als starker und verlässlicher Partner in der Allianz für Aus- und Weiterbildung ihren Beitrag erbringen, um die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des beruflichen Bildungssystems zu stärken.“
 
Mit der neuen Erklärung haben sich die Partner auf zentrale Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen verständigt, um möglichst alle Menschen zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu bringen. Ziel ist, dass mehr Jugendliche einen betrieblichen Ausbildungsplatz finden und mehr Betriebe ihre Ausbildungsstellen besetzen können.

Die Mobilität von Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz soll durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Die Allianz für Aus-und Weiterbildung will zudem die berufliche Bildung mit ihren modernen Fortbildungsangeboten und Karrierewegen als gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung stärken.