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03. Juni 2019
IHK-Forschungstransferpreis

Forschungstransferpreis 2019

Drei herausragende Forschungsprojekte ausgezeichnet.
Am 13. Mai verlieh die IHK Heilbronn-Franken zum achten Mal den IHK-Forschungstransferpreis. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurden drei herausragende Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet.

Einmal Gold
Der mit 10.000 Euro dotierte IHK-Forschungstransferpreis in Gold ging an Dr.-Ing. Dragan Dinulovic von der Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG, Waldenburg und Dr.-Ing. Marc Wurz, Institut für Mikroproduktionstechnik (IMPT) der Leibniz Universität Hannover.

Mit dem Projekt „WLM – Fertigung von magnetischen Komponenten mit Halbleitertechnik“ haben sie eine Fertigungstechnologie zur Herstellung magnetischer Komponenten wi e Spulen und Transformatoren in Halbleitertechnik entwickelt. Dr.-Ing. Dragan Dinulovic und Dr.-Ing. Marc Wurz haben eine dünnfilmtechnische Prozessfolge für die Fertigung von miniaturisierten induktiven Bauelementen entwickelt und in die Serienfertigung transformiert. Damit sind Komponenten in einer Größe von 1,8 x 0,8 Millimeter und kleiner in hohen Stückzahlen und einem kostengünstigen Fertigungsverfahren möglich.

Zweimal Silber
Den mit 5.000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreis in Silber erhielten Elisabeth Warsitz, Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG, Bad Rappenau, Prof. Dr.-Ing. Edgar Dörsam, Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren sowie Prof. Dr-Ing. Klaus Hofmann, Fachbereich Integrierte Elektronische Systeme der Technische Universität Darmstadt. Sie haben mit dem Projekt „ELSE–3-D-Tiefdruckverfahren für Elektronik“ ein Verfahren erforscht und in die Anwendung gebracht, mit dem funktionale Schichten in einem indirekten Tiefdruckverfahren (Tampondruck) aufgebracht werden können. Damit können funktionale Schichten auf 3-D-Formen gedruckt werden.

Den zweiten mit 5.000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreis in Silber erhielten Willi Zinnecker, J.M. Voith SE & Co. KG, Crailsheim und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm, Institut für schnelle mechatronische Systeme (ISM) des Campus Künzelsau (RWH) der Hochschule Heilbronn für ihr Projekt „WAtreA – Sensorlose Bewegungsdetektion bei Elektroantrieben“. Gemeinsam entwickelten sie einen Demonstrator, der die Bewegung und die Position von elektromagnetischen Elementen zum Beispiel in Elektromotoren ohne Sensoren erkennt und überführten diesen Demonstrator in die industrielle Anwendbarkeit. Durch diese neue Herangehensweise werden die derzeit noch benötigten Sensoren, zum Beispiel Hallsensoren überflüssig.
 

Die Preisträger des IHK-Forschungstransferpreises in Gold mit Moderator Vince Ebert (von links), IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Unkelbach, Dr.-Ing. Marc Wurz vom IMPT, Dr.-Ing. Dragan Dinulovic und Martin Heug, Würth Elektronik eiSos sowie IHK-Vizepräsidentin Kirsten Hirschmann.

Der IHK-Forschungstransferpreis
Der IHK-Forschungstransferpreis zeichnet jedes Jahr drei besonders herausragende Projekte einer gemeinsamen Projektentwicklung zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus. Sowohl Forschungseinrichtungen als auch Betriebe können eine Bewerbung einreichen. Voraussetzung ist, dass einer der beiden Kooperationspartner aus der Region kommt und der Abschluss der Arbeit nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Bewertet werden jeweils die innovatorische Leistung, der Wissenstransfer, die Anwendungsmöglichkeit und das wirtschaftliche Erfolgspotenzial des eingereichten Projektes.