Viele Teilbranchen, wie Catering, Messebauer, Techniker, Dienstleister und die Hotellerie hängen davon ab. „Wir warenvielfach in Gesprächen mit Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut und haben die Bedarfe der gesamten Tourismusbranche dargelegt. Vor allem dahingehend, dass es unbedingt praxisgerecht umsetzbare Ansätze braucht, sobald die Corona-Entwicklung dies zulässt“, betont Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der im Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) federführenden IHK Nordschwarzwald. „Gerade die Messen im Land sind ein wichtiges Element des touristischen und wirtschaftlichen Geschehens. Erholt sich der Ferientourismus in den Reisegebieten wie Bodensee und Schwarzwald zwar merklich, haben die Stadthotels nach wie vor deutlich geringere Umsätze als im Vorjahr“, so Keppler weiter.
 
In diesem Zusammenhang verweist er auch auf die nach wie vor starkbetroffenen Branchen, die deutlich länger für eine wirtschaftliche Erholung brauchen werden. „Reisebüros und Reiseveranstalter haben für das Jahr 2020 nach wie vor kaum verkaufbare Produkte. Der internationale Tourismus sowie die Verkehrsinfrastruktur werden noch lange brauchen, um auf den Stand vor der Krise zu kommen. Das noch völlig unterschiedlich verlaufende Infektionsgeschehen mit neuen Ausbruchswellen lässt eine Planung kaum zu“, merkt Keppler an. Genauso hätten die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Thermen sowie viele Dienstleistungsunternehmen im Freizeit- und Incentive-Bereich nach wie vor mit Kapazitätsbeschränkungen oder Absagen zu kämpfen.