Geld + Märkte

28. November 2019
Kommentar

EU-Singapur Abkommen

Wichtiger Schritt für die deutsche Wirtschaft.
Zum Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Singapuräußert sich DIHK-Präsident Eric Schweitzer wie folgt:
„Das EU-Singapur Abkommen ist für die deutsche Wirtschaft ein handelspolitisch wichtiger Schritt. Nach neun Jahren der Verhandlungen kann das erste Abkommen zwischen der EU und einem Land des boomenden ASEAN-Staatenbunds endlich starten.

Die hochinternationalisierte deutsche Wirtschaft kann von der Öffnung der Märkte, der Abschaffung von Handelshemmnissen und sicheren Handelsregeln mit dem wichtigsten deutschen ASEAN-Handelspartner stark profitieren.

Das Abkommen hat vor allem aber eine hohe symbolische Kraft – als Zeichen für regelbasierten Handel und fairen Wettbewerb sowie gegen Protektionismus. Aus Unternehmenssicht ist es bedeutsam, dass auch mit Vietnam und Indonesien gute Handelsabkommen in Bälde abgeschlossen bzw. ratifiziert werden. Der deutschen und europäischen Wirtschaft bläst im Moment der Wind ordentlich ins Gesicht.

Positive Handelsbeziehungen mit befreundeten Partnerländern sind heute dringender denn je. Ziel muss ein umfassendes EU-ASEAN Abkommen bleiben.“ 
 
Hintergrund
Deutschland-Singapur
• Deutsche Exporte nach Singapur 2018: 8,0 Mrd. Euro(+15% ggü. 2017)
• Deutsche Importe aus Singapur 2018: 6,6 Mrd. Euro (1,1% ggü. 2017)
• Handelsvolumen: 14,6 Mrd. Euro (Rang 32; vergleichbar mit Kanada 14,8 Mrd. Euro oder Malaysia 14,1 Mrd. Euro)
Fast 10.000 deutsche Unternehmen exportieren nach Vietnam, davon sind 74 Prozent KMUs.
 
EU-Singapur
• Singapur ist Europas wichtigster Wirtschaftspartner in ASEAN.
• Die EU-Unternehmen exportieren jedes Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von über 37 Milliarden Euro; die Importe betragen 21 Milliarden Euro. 
• Mehr als 10,000 Europäische Unternehmen haben einen Sitz in Singapur, davon sind circa 1,600 Unternehmen aus Deutschland. 
 
AHK Singapur
Die Deutsch-Singapurische Industrie- und Handelskammer (AHK Singapur) ist seit 1994 im Land. Aktuell sind circa 1.600 deutsche Unternehmen vor Ort, die knapp 45.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Weblinks