In ihrer kürzlich veröffentlichten Wirtschaftsprognose für das UK, hat die britische Handelskammer ihre Wachstumserwartungen für das Jahr 2019 von 1,2% leicht auf 1,3% nach oben korrigiert.
 
Grund dafür sei, dass viele britische Unternehmen in Vorbereitung auf einen harten Brexit zum ursprünglichen Datum am 29. März, Lagerbestände aufgebaut und so das allgemeine Auftragsvolumen gesteigert hätten. In der Folge sei allerdings eine schlechtere Auftragslage für die kommenden zwei Jahre zu erwarten, sodass die Wachstumsaussichten für 2020 und 2021 von 1,3% auf 1,0% beziehungsweise 1,4 auf 1,2% gesenkt wurden.
 
Hinzukommt, dass die britische Kammer für 2019 insgesamt von einem Investitionsrückgang von 1,3% beziehungsweise einem leichten Wachstum für 2020 mit 0,4% und 2021 mit 1,1% ausgeht. Grund für die schlechte Investitionslage sei in erster Linie die Unsicherheit im Zuge des Brexits.
 
Unternehmen würden mehr Geld in Vorbereitungsmaßnahmen, als in Entwicklungsmaßnahmen investieren.

Die britische Kammer fordert daher einen klaren Plan der zukünftigen britischen Regierung zum Brexit. Sie sieht einen ungeordneten EU-Austritt als größtes Risiko für die britische Wirtschaft. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass es nicht zu einem harten Brexit am 31. Oktober kommen würde. Andernfalls würden die Vorhersagen noch einmal deutlich nach unten korrigiert werden, müssen.