Die Technologien der reversiblen Brennstoffzellen eignen sich besonders für den Anlagenbau, denn sie kombinieren zwei Geräte in einem. Elektrizität wird in Form von Wasserstoff zwischengespeichert und steht so zu einem späteren Zeitpunkt zur Rückverstromung wieder zur Verfügung. Die Speicherung von Elektrizität spielt insbesondere für die Energiewende eine entscheidende Rolle, um den Schwankungen bei der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien entgegenzuwirken.

Das Geheimnis des Erfolgs ist die Eigenschaft der Reversibilität, die nur bei Hochtemperatur-Brennstoffzellen auf etwa 800 Grad Celsius vorkommt. Diese können im Vergleich zu Niedrigtemperatursystemen auch mit unedleren und kostengünstigeren Materialien betrieben werden und arbeiten dabei auch effizienter.

Die kürzlich im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrum Jülich in Betrieb genommene Brennstoffzelle erreicht nicht nur einen höheren elektrischen Wirkungsgrad, sondern auch eine verbesserte Kilowatt-Leistung.

Bisher konnte eine vergleichbare Leistung nur durch den Einsatz von mehreren Brennstoffzell-Systemen erreicht werden. Dadurch erhoffen sich die Forscher die Herstellungskosten zu senken.

Da dem System immer wieder neu Wasserstoff zugeführt und auch abgeleitet werden kann, sind dem System in der Größe kaum Grenzen gesetzt. So überlegt man bereits inwieweit die Technologie für eine autarke Stromversorgung auf Inseln oder in den Bergen genutzt werden kann.

Die Jülicher Forscher haben bereits weitere Optimierungen angedacht, mit denen sie den sogenannten „Roundtrip“-Wirkungsgrad weiter steigern wollen. Die Kennzahl beschreibt, welcher Wirkungsgrad bei der Wiederverstromung, also nach Herstellung von Wasserstoff und Rückverstromung, übrigbleibt. Die Wissenschaftler wollen den Wert von aktuell 43 Prozent auf über 50 Prozent verbessern.

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