Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat auf ihrer Website Informationen darüber veröffentlicht, welche Auswirkungen der Brexit auf die Europäische Chemikalienverordnung REACH haben kann und wie sich betroffene Unternehmen verhalten sollten. Die Informationen und Hilfestellungen auf der Website der ECHA sind nach verschiedenen Kategorien und Fragestellungen unterteilt.

Die REACH-Verordnung regelt EU-weit die Registration, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von chemischen Stoffen. Nach dem voraussichtlichen Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union würde die REACH-Verordnung nach aktuellem Stand nicht mehr für Großbritannien gelten. Registrierungen für chemische Stoffe aus Großbritannien können nach dem Brexit somit unter bestimmten Umständen ihre Wirksamkeit verlieren.

Deutsche Unternehmen sollten mögliche Änderungen in ihre Planung einbeziehen, schließlich erfolgen in Großbritannien nach Deutschland die meisten Stoffregistrierungen über REACH. Um einen ungeregelten Brexit am 30. März 2019 durch das kürzlich präsentierte Ausstiegsabkommen zu vermeiden, ist im Dezember 2018 die Zustimmung einer Mehrheit im britischen Parlament notwendig.