Die Europaabgeordneten haben sich am 25. Oktober 2018 in einer Entschließung anlässlich der nächsten Weltklimakonferenz in Polen (COP24) für eine Anhebung des europäischen Ziels zur Reduktion der Treibhausgasemissionen für das Jahr 2030 auf 55 Prozent ausgesprochen.
 
Die aktuell geltenden 40 Prozent seien kein ausreichender Beitrag der EU zur Erreichung der Klimaziele des Pariser Abkommens.
 
Gleichzeitig fordern die Abgeordneten den Schutz der energieintensiven Industrie in Europa, um Standort- und Investitionsverlagerungen in klimapolitisch weniger ambitionierte Länder zu vermeiden.
 
Besonders vor dem Hintergrund des angekündigten Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen müsse beispielsweise die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten im europäischen Emissionshandel fortgeführt werden.
 
Die Forderung einiger Abgeordneter, Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) nicht mehr als Klimaschutzmaßnahme anzuerkennen, fand keine Mehrheit im Plenum.
 
Der DIHK empfiehlt in einer Stellungnahme zur langfristigen Klimastrategie der EU, den Klimaschutz international voranzutreiben und von europäischen Alleingängen abzusehen.