Danach sollen Trinkhalme, Einweggeschirr, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik ab 2021 aus den Geschäften verschwinden. Dazu folgte das Parlament in Straßburg einem Vorschlag der EU-Kommission und verschärfte ihn noch – etwa mit verbindlichen Reduktionszielen für die Staaten und einer erweiterten Liste von zu verbietenden Produkten. Durch das Verbot wollen die Parlamentarier die Verschmutzung der Meere durch Kunststoffmüll bekämpfen.
 
Die Umweltminister der EU-Staaten wollen sich zunächst bis Jahresende auf eine gemeinsame Position verständigen. Danach können die Verhandlungen zwischen Parlament, EU-Staaten und EU-Kommission beginnen. Das Parlament hofft auf eine definitive Verabschiedung noch vor der Europawahl im kommenden Mai 2019.
 
Aus Sicht des DIHK gehen selektive Produktverbote in Europa die wichtigsten Ursachen der Plastikverschmutzung der Weltmeere nicht an. Zu deren vielfältigen Gründen zählen etwa teils fehlende oder unzureichende Abfallbewirtschaftungssysteme in Asien oder die Nichtumsetzung von Abfallgesetzen in einigen EU-Ländern.
 
Anstatt einzelne Plastikprodukte zu verbieten, sollte die EU besser außereuropäische Staaten beim Recyclen unterstützen, Abfallgesetze innerhalb der EU besser umsetzen und Verbraucher sensibilisieren. Das drängende Problem des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Umwelt erfordert somit aus Sicht des DIHK eine Betrachtung im globalen Kontext.