Das belegt eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) durchgeführt wurde.
 
Die Studie zeigt, dass sich Väter, die Elternzeit und Elterngeld in Anspruch nehmen, auch Jahre später stärker in der Familie engagieren als Väter, die kein Elterngeld in Anspruch nehmen.

So verbringen Väter, die Elternzeit genommen haben, in den ersten sechs Lebensjahren ihres Kindes im Durchschnitt täglich 40 Minuten mehr Zeit mit ihrem Kind als Väter, die keine Elternzeit genommen haben. Am Wochenende sind es sogar anderthalb Stunden mehr pro Tag.
 
Partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit steigt
Durch das Elterngeld nimmt die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu. In der Folge kehren mehr Mütter nach der Elternzeit wieder in den Arbeitsmarkt zurück. Wenn beide Partner Elternzeit nehmen, arbeiten Mütter während des ersten Lebensjahres des Kindes pro Woche gut 9 Stunden mehr, während Väter durchschnittlich etwa 7,5 Stunden weniger arbeiten.

Das Elterngeld fördert damit eine partnerschaftliche Aufgabenteilung bei Paaren. Es unterstützt die Erwerbswünsche von Müttern und stärkt auch Väter, die sich mehr Zeit für die Familie nehmen möchten.

Die Wirkung des Elterngelds entspricht damit dem mehrheitlichen Wunsch der Paare in Deutschland: 60 Prozent wünschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbs- und Familienarbeit.

Die Studie ist in englischer Fassung erschienen und kann auf der Seite des RWI kostenfrei herunterladen werden.