18-0708_Zum Glück

Juli/August 2018

Zum Glück Lebensgefühl in jedem Bissen

Etwas versteckt in der Künzelsauer Innenstadt hat eine kleine, feine Pizza-Manufaktur seit der Eröffnung im Herbst 2017 schon viele Gäste gewonnen.
Schon auf der Website ist die „Philosophie des Restaurants Zum Glück“ schön beschrieben: „Zum Glück ist nicht nur eine Pizzeria – es ist die Liebe und Leidenschaft zu Gastronomie und gutem Essen. Ein Lebensgefühl, das in jedem Bissen steckt.“ Corinna und Daniel Brunner haben diesen „glücklichen“ Ort geschaffen. „Die Idee hatten wir gemeinsam. Sie ist aber aus Daniels Liebe zur Pizza entstanden“, verrät Corinna Brunner. Und der Anlass war sehr konkret. Auslöser war ein Treffen der freiwilligen Feuerwehr, in der Daniel Brunner schon lange engagiert ist. „Wir wollten zum Abschluss Pizza bestellen und haben festgestellt, dass es zu der Zeit keinen Lieferservice in Künzelsau gab.“ Da war die Idee naheliegend, dass der erfahrene Gastronom - seine Café Bistro Bar „Emma“ läuft seit zehn Jahren erfolgreich – sich der Pizza-Lücke in Künzelsau annehmen sollte. Eine Idee, zu der man Daniel Brunner nicht  lange überreden musste. Als passionierter Pizza-Fan nahm er die Herausforderung persönlich an.
 
Eine Pizza-Manufaktur entsteht
Die Suche nach den passenden Räumen führte bald zum Erfolg. In der Keltergasse direkt in der Innenstadt standen Räume frei, die bereits vorher gastronomisch genutzt worden waren. Der Flächenzuschnitt und die Lage passten. „Wir haben uns viel Mühe gegeben mit der Ausstattung und die Räume wirklich sorgfältig und liebevoll renoviert“, erzählt Corinna Brunner. „Ich habe viel recherchiert, um die passende Ausstattung zu finden.“ Das Ergebnis ist gelungen. Eine individuelle Handschrift ist erkennbar, die sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Schlichte Möbel im interessanten Stilmix, eine große Schiefertafel, auf der die Pizza des Tages angekündigt ist und seit dem Frühjahr auch Tische im Freien. Sogar der kleine Künzelsauer Marktplatz ist zur Terrasse für die Pizza-Manufaktur geworden. Denn eine simple Pizzeria ist das „Zum Glück“ sicher nicht. Die Bezeichnung Manufaktur ist gut begründet. „Ich wollte selbst das Pizzabacken lernen“, sagt Daniel Brunner.
„Und wir haben uns umgeschaut, wer dafür der geeignete Lehrer wäre.“ Der private Kontakt zu einer Pizzeria in Stuttgart führte zum Erfolg. „Zuerst wollte ich dort ein Praktikum machen, dann habe ich bei der Gelegenheit den dortigen Pizzabäcker kennengelernt. Wir haben ihn für zunächst sechs Monate nach Künzelsau geholt.“
 

Arbeiten im Zum Glück: Janine Gläser (links) und Daniela Schätzle.

Herzpizza

Know-how, das man schmeckt
Der Profi hat nicht nur geholfen, die Speisekarte zu entwickeln, er vermittelt auch die Kunst des  Pizzabackens. Daniel Brunner: „Er ist ein ganz besonderer Pizzabäcker. Er hat eine spezielle Ausbildung dafür gemacht inklusive Diplom von einer Schule in Neapel.“ Von ihm hat Daniel Brunner viel gelernt. Und so viel Know-how schmeckt den Gästen. Auch die Pizzanamen lassen schon erahnen, dass hierbei sehr viel persönliche Kreativität im Spiel ist - von„Glückspilz“ bis „Teufelskerl“. Pasta und Salate runden das Angebot ab.

Vom schönen Leben zum Glück
Und wie kam der Name des Restaurants zustande? Auch dazu gibt es eine Geschichte. Die erste Idee war „Das Leben ist schön“. Leider war der Name bereits vergeben und sogar geschützt. „Außerdem wäre er zu lang für die grafische Umsetzung in einem runden, schlichten Logo gewesen“, sagt Corinna Brunner. Also wurde  weiter überlegt. Bis die zündende Idee kam. „Zum Glück“ war perfekt. Der Name bietet viele Verbindungsmöglichkeiten. „Zum Glück geht es uns gut. Zum Glück gibt es wieder Pizza in Künzelsau. Wir können damit viele Wortspiele machen.“ Ganz neu ist ein Lieferroller, der zum „Glücksbringer“ wird. Und zum glücklichen Schluss hat Daniel Brunner bei seinem diplomierten Pizzalehrer jetzt auch noch selbst richtig gut Pizzabacken gelernt.
 
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