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04. April 2019
Firmenporträt Wöhwa

Bereit für Industrie 4.0

Wöhwa Waagenbau in Pfedelbach wurde vor 70 Jahren gegründet.
Im Jahr 2019 kann die Wöhwa Waagenbau  GmbH in Pfedelbach bereits  auf 70 Jahre Unternehmensgeschichte  zurückblicken. 1949 wurde das Unternehmen  von Josef Wöhrl in Pfedelbach  gegründet. Innerhalb der ersten beiden  Jahrzehnte der Firmenentwicklung entstanden  die Sparten, die heute noch das Produktportfolio  ausmachen.

Das Motto „70 Jahre  gelebte Partnerschaft“ wird in diesem Jahr sowohl  in den Medien als auch am Messestand  auf der Bauma in München, der Leitmesse der  Baumaschinenindustrie, kommuniziert.  Wöhwa bietet innovative Lösungen in der  Wäge-, Dosier- und Steuerungstechnik mit  einem weltweiten Service für die Schüttgutindustrie.  Kundenspezifische Komplettlösungen  und Komponenten werden am Standort  Pfedelbach für den Weltmarkt entwickelt und  produziert.

Die Produktpalette von Wöhwa  umfasst drei Bereiche: Dosiergeräte, Wägetechnik  und Automation. Sie kommen beispielsweise  in Kies- und Schotterwerken bei  der Verwiegung und Verladung zum Einsatz  sowie in anderen Branchen, in denen Schüttgut  gewogen und dosiert wird. 
 
Technologischer Wettlauf 
Die Wöhwa Waagenbau GmbH ist ein traditionelles  Familienunternehmen. Seit der  Gründung vor 70 Jahren hat sich Wöhwa vom  Wägetechnikhersteller zum Systempartner  der Schüttgutindustrie entwickelt.  Bereits 1969 wurde die erste digitale Waagenelektronik  entwickelt. Zehn Jahre später  kamen die ersten Produkte auf den Markt, die von Mikroprozessoren gesteuert wurden. 

Anfang der 1980er Jahre wurden erste Systeme  zur Wägedatenverarbeitung am PC auf  den Markt gebracht. Damit hatten die Pfedelbacher  bereits damals in ihrer Branche  den technologischen Wettlauf begonnen.  „Wöhwa-Produkte stehen in der Branche für  hohe Funktionalität und Qualität“, sagt Geschäftsführer  Thomas Wöhrl. „Mit optimal  abgestimmter Technik und vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten  bieten wir in unserem  Markt die richtige Lösung.“ 
 
Gelebte Partnerschaft als Motto 
Das Motto „70 Jahre gelebte Partnerschaft“  hat verschiedene Dimensionen. Langlebige  Produkte, die über viele Jahre im Einsatz  sind, bringen auch eine besondere, langfristige  Beziehung zu den Kunden mit sich. Durch  regelmäßige Wartung und Aktualisierung  bleibt die Einsatzbereitschaft der Bandwaagen,  Dosiergeräte oder Fahrzeugwaagen erhalten. 

Technologische Entwicklungen, beispielsweise  im Bereich der Softwarelösungen  werden parallel umgesetzt. So bietet Wöhwa  heute auch die komplette Werksautomatisierung  für Kies- oder Schotterwerke an.  Neue Partnerschaften entwickeln sich aber  auch auf der Seite der Produktentwicklung  und Innovationen. „Heutzutage muss man  sich auch auf andere Technologieunternehmen  mit ihren speziellen Kompetenzen und  Erfahrungen stützen“, sagt Geschäftsführer  Jens Peter Huischen und ergänzt: „Man  muss nicht alles selber machen.“

„Die Wettbewerbsfähigkeit  zu erhalten, ist eine stetig  wachsende  Aufgabe.“ - Thomas Wöhrl,  Wöhwa-Geschäftsführer   


Ein wichtiger  Partner in der Umsetzung technischer  Innovationen in den Wöhwa-Produkten ist  Mettler-Toledo. Mit den Spezialisten für Waagen  und Wägetechnik wurde in den letzten  Jahren der entscheidende Schritt in Richtung  Industrie 4.0 gemacht. Ein Thema, das auch  in der Schüttgutindustrie genutzt wird. 
 
Komplexe Systeme 
„Industrie 4.0 ist ein Thema, das viel diskutiert  wird“, sagt Jens Peter Huischen. „Für uns  stellt sich die Frage, was wir dazu beitragen  können.“ Auch Kies- und Schotterwerke sind  Anlagen, die als komplexe Systeme funktionieren. Diese Anlagen und Systeme müssen  heute mit immer weniger Personal betrieben  und gewartet werden. Eine flexible Lieferbereitschaft  stellt ebenfalls eine immer  größer werdende Herausforderung dar. Der  Anspruch an Wartung, Service und Betriebsdaten  zum immer effizienteren Steuern eines  Werkes nimmt dadurch ständig zu.

„Hier  bietet Industrie 4.0 Möglichkeiten, um diese  Herausforderung besser zu bewältigen“, sagt  Jens Peter Huischen. Die Anwendungen von  Industrie 4.0 werden in Kies- und Schotterwerken  zur Optimierung und Vereinfachung  von Abläufen beitragen. Der Verbund von intelligenten,  kommunizierenden Geräten lässt  sich auch hier realisieren. 

Eine Lkw-Waage von Wöhwa.

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Klares Bekenntnis zum Standort 
Am Standort Pfedelbach ist das Unternehmen,  nicht nur wegen seiner zentralen Lage  nahe der Ortsmitte, eine feste Größe. Ab dem Ende der 1970er Jahre fand die Entwicklung  und Produktion an zwei Standorten in Hohenlohe  statt: am Stammsitz in Pfedelbach  und bei der Tochterfirma Gyroskop in Öhringen.  Im Jahr 2003 ergab sich endlich die Möglichkeit  zur Zusammenführung am Stammsitz  in der Öhringer Straße in Pfedelbach.

Im  Jahr 2008 wurde die Produktion nochmals  vergrößert. Auch in die Nachhaltigkeit wurde  investiert. Eine Solaranlage auf dem Gebäude  liefert heute 50 Prozent des für die Produktion  benötigten Stroms.  „Die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ist  eine stetig wachsende Aufgabe, denn gerade  in Zeiten der Globalisierung sehen wir  den Schlüssel zum dauerhaften unternehmerischen  Erfolg in einer auf den Menschen  ausgerichteten, kunden- und mitarbeiterorientierten,  kostenbewussten Unternehmenskultur“,  erklärt Thomas Wöhrl.

Dazu gehört das Engagement am Standort ebenso wie die  Förderung von Nachwuchs, Fach- und Führungskräften.  Beim sozialen Engagement der  Wöhwa Waagenbau stehen junge Menschen  im Mittelpunkt, sei es durch Spenden für soziale  Projekte oder Vereine oder bei der Unterstützung  von Aktivitäten des Jugendzentrums  in Pfedelbach.

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