IHK + Region

06. September 2018
Konjunkturumfrage

Hochkonjunktur verliert an Schwung

Der Aufschwung der regionalen Wirtschaft hat im 2. Quartal 2018 etwas an Fahrt eingebüßt.
Angesichts der gestiegenen außenwirtschaftlichen Risiken verhalten sich die Unternehmen erst einmal abwartend. Die Industriekonjunktur ist trotz eines erneuten Rückgangs der Lageurteile in solider Verfassung.
 
Auch die Geschäfte im Baugewerbe laufen bei einer geringfügig ungünstigeren Einschätzung der wirtschaftlichen Situation weiter auf Hochtouren. Im Großhandel hat die Beurteilung der Geschäftslage gegenüber dem Allzeithoch im Frühjahr etwas nachgegeben, während der Einzelhandel angesichts guter Rahmenbedingungen für den privaten Konsum eine stabile wirtschaftliche Situation meldet. Zu einer Verbesserung der Konjunkturlage ist es bei den Dienstleistern gekommen.
 
Anhaltend positiv entwickelt sich bei einer leicht abgeschwächten Dynamik auch der Arbeitsmarkt. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, an der 428 Unternehmen mit insgesamt 87.600 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen haben.
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Die aktuelle Geschäftslage wird von den regionalen Unternehmen per saldo erneut etwas ungünstiger als im Vorquartal beurteilt. Die Einschätzungen liegen aber nach wie vor weit über dem historischen Mittelwert und in der Nähe des Rekordniveaus vom Jahresbeginn. 55 Prozent (Vorquartal 59 Prozent) der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen sprechen von einer guten Geschäftslage, während nur drei Prozent (Vorquartal vier Prozent) der Betriebe mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden sind.
 
Auch die Geschäftserwartungen der Betriebe für die nächsten zwölf Monate haben leicht nachgegeben. 34 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) der Unternehmen erwarten einen günstigen Geschäftsverlauf, sieben Prozent (Vorquartal fünf Prozent) gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, wenngleich sich die Dynamik der Beschäftigungsplanungen etwas abgeschwächt hat. Ein Viertel (Vorquartal 26 Prozent) der Betriebe sieht einen Personalaufbau vor, während neun Prozent (Vorquartal sieben Prozent) Stellenstreichungen erwägen.
 
Nach wie vor dämpft der Mangel an Fachkräften das Beschäftigungswachstum. 68 Prozent (Vorquartal 71 Prozent) der Unternehmen betrachten den Fachkräftemangel als zentrales Geschäftsrisiko.

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