„Das EU-Japan Abkommen ist für die deutsche Wirtschaft ein handelspolitisch wichtiger Schritt. Mit der heutigen Zustimmung im Europaparlament kann das wirtschaftlich bedeutende Abkommen zwischen Europa und der weltweit drittstärksten Wirtschaftsmacht starten.
 
Die symbolische Bedeutung ist dabei fast so wichtig wie die ökonomische. So senden diese beiden großen Wirtschaftsräume mit ihrem Abkommen ein deutliches Zeichen für regelbasierten Handel und fairen Wettbewerb - und damit auch gegen Importbeschränkungen. Bereits jetzt belasten die fast schon täglich zunehmenden Handelsschranken in vielen Märkten die international agierenden Unternehmen.“
 

Hintergrund:
Deutschland-Japan
• Deutsche Exporte nach Japan 2017: 19,5 Mrd. Euro

• Deutsche Importe aus Japan 2017: 22,9 Mrd. Euro

Japan ist ebenso der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands im asiatischen Raum. Schätzungsweise 450 deutsche Unternehmen sind in Japan tätig wodurch sich der deutsche Direktinvestitionsbestand in Japan 2016 auf 13,45 Mrd. Euro belief.

EU-Japan
• Mehr als 600.000 Arbeitsplätze in der EU hängen mit Exporten nach Japan zusammen. Japanische Unternehmen beschäftigen in der EU mehr als eine halbe Million Menschen.

• Japan ist nach China der zweitwichtigste Handelspartner der EU in Asien. Die EU-Unternehmen exportieren jedes Jahr Waren im Wert von über 58 Mrd. Euro und Dienstleistungen im Wert von über 28 Mrd. Euro nach Japan.

• Japan ist zwar weltweit der drittgrößte Verbrauchermarkt, jedoch nur der siebtgrößte Ausfuhrmarkt Europas. EU-Unternehmen könnten mehr nach Japan exportieren, wenn dies leichter wäre.