Geld + Märkte

25. Januar 2019
Kommentar

Positives Signal zu Jahresbeginn

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu dem Verhandlungsmandat für ein Handelsabkommen der EU mit den USA.
„Die EU geht handelspolitisch zurecht mit Elan ins neue Jahr. Vor allem bei der transatlantischen Baustelle, d.h. den drohenden US-Zöllen auf Automobilimporte, ist Schwerstarbeit nötig.

Handelsmauern für die Unternehmen abzureißen statt neue aufzubauen sollte aus Sicht der international so stark vernetzten deutschen Wirtschaft oben auf der Agenda sein.

Hierbei gilt: Nur geschlossen europäisch haben wir ausreichend wirtschaftliches und politisches Gewicht, um unsere Interessen wirksam zu vertreten. Insofern ist der vorgelegte Mandatsentwurf für ein Freihandelsabkommen der EU mit den USA ein positives Signal zu Jahresbeginn.“
 

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier

Hintergrund:
Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind die USA der wichtigste Exportmarkt. Im bilateralen Handelsvolumen von 173 Milliarden Euro enthalten sind deutsche Exporte im Wert von 111 Milliarden Euro.

Deutsche Unternehmen in den USA haben einen Kapitalstock von 390 Milliarden Euro aufgebaut. Damit ist die USA der mit Abstand wichtigste Markt für deutsche Direktinvestitionen. Rund 5.300 Unternehmen profitieren in den USA von deutschen Direktinvestitionen – auch mittelständische Betriebe. Sie sind dabei in allen Bundesstaaten vertreten und schaffen insgesamt rund 850.000 Arbeitsplätze.

Die Bedeutung der deutschen Unternehmen für die US-Wirtschaft ist damit herausragend.