„Die Wirtschaftskrise in Argentinien betrifft auch deutsche Unternehmen. Der Verfall des argentinischen Peso verteuert aktuell notwendige ausländische Vorleistungen deutlich. Zwar ist das Land keiner unserer wichtigsten Handelspartner, aber als Mitglied von G20 strukturell bedeutend für die Weltwirtschaft.
 
In dieser Sicht besteht aktuell sogar die Gefahr, dass die Krise Argentiniens über eine Verunsicherung der Märkte auch andere Schwellenländer erfasst. Die Vergabe von IWF-Krediten an Argentinien ist innenpolitisch dort höchst umstritten. Denn Präsident Macri hat zuvor das Land auch mit großen Staatsaufträgen, die Arbeitsplätze geschaffen und gesichert haben, auf Kurs gehalten.

Die strengen Haushaltsvorgaben des IWF machen ihm nun einen Strich durch diese Rechnung. Gleichwohl ist es besser den IWF frühzeitig einzuschalten, als in eine Zahlungsbilanzkrise zu schlittern.“

Deutscher Außenhandel mit Argentinien in 2017:
Export: 2,96 Mrd. Euro
Import: 1,28 Mrd. Euro
Volumen: 4,24 Mrd. Euro