10. Januar 2019
Titelthema

Mit Tablet und Schraubenzieher

Die Digitalisierung verändert nicht nur Geschäftsmodelle und Prozesse, sondern auch das Arbeitsumfeld von Fachkräften.
In mittelständischen Unternehmen wird die Produktion zunehmend automatisiert. Eine Studie des Weltwirtschaftsforums zeigt dabei Erfreuliches: In vielen Betrieben entstehen vor allem neue Arbeitsplätze.

37 Prozent der befragten Unternehmen rechnen demnach im Jahr 2022 damit, stationäre Roboter einzusetzen. Trotzdem erwarten allein diese Unternehmen einen Zuwachs von über 750.000 Stellen. Die Digitalisierung und Zukunft der Arbeit wird für kleine und mittlere Unternehmen zunehmend zum Dauerthema.

Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und Konkurrenz aus dem Ausland zu verteidigen. Dabei können ihnen Technologien wie vernetzte Industrieroboter und künstliche Intelligenz helfen. Darüber hinaus entstehen auch tausende neue Arbeitsplätze. Für die bestehenden Mitarbeiter ist das Chance und Herausforderung zugleich: Sie müssen allein bis zum Jahr 2022 im Schnitt zusätzliche 101 Tage vom Unternehmen weitergebildet werden.

Das zeigt die vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichte Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018“. Zudem wird in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme des Automatisierungsgrads über alle Wertschöpfungsstufen hinweg prognos­tiziert.  

Attraktivität von Arbeitsplätzen steigern
„Mittelständische Betriebe können das Wachs­tumspotenzial dieser Entwicklung ausschöp­fen, wenn sie ihre Belegschaft für die Zukunft qualifizieren“, erklärt Martin Lundborg, Leiter der Begleitforschung von Mittelstand-Digital. „Das Berufsbild des klassischen Anlagenme­chanikers kann beispielsweise mit der Einfüh­rung von digitalen Informationssystemen und auf künstlicher Intelligenz basierenden Lösun­gen aufgewertet werden.
Für kleine und mitt­lere Unternehmen ist das eine große Chance: Sie können die Attraktivität ihrer Arbeitsplät­ze steigern und bleiben so wettbewerbsfähig. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Mit­telständler mit der Zukunft der Arbeit. Neben mehr digitalen Inhalten in der Berufsausbil­dung sollten dabei innovative Weiterbildungs­konzepte und der Gedanke des lebenslangen Lernens im Fokus stehen.“
Mit dem aktuellen Themenschwerpunkt „Digitales Arbeiten“ bie­tet Mittelstand-Digital kleinen und mittleren Unternehmen kostenfreie, praxisorientierte Informationsangebote rund um den digitalen Wandel der Arbeit. Dazu bietet neben Schu­lungen, Workshops und Informationsmateri­alien der Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren auch das neue Themenheft „Digitales Arbei­ten“ anschauliche Praxisbeispiele, die zeigen, wie sich digitale Arbeitsprozesse auszahlen.

Weitere Artikel zum Titelthema finden Sie in der jeweiligen Ausgabe im Archiv.

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