Arbeit und Gesundheit sind – das ist wissenschaftlich unumstritten – eng mitei­nander verbunden. Arbeit wirkt positiv auf die Ge­sundheit: Sie trägt zur Zu­friedenheit bei, stärkt das Selbstwertgefühl und fördert die persönliche Entwicklung. Sie gibt unserem Alltag Struktur und finanziel­le Sicherheit, ein soziales Miteinander und Wertschätzung und kann sogar Sinn stiften.

So leistet Arbeit einen hohen Beitrag zur Ge­sunderhaltung. Dies bestätigen auch aktuelle Studien, die zeigen, dass Berufstätige einen günstigeren Gesundheitszustand haben und gesundheitsbewusster leben als arbeitslose Männer und Frauen.

Belastungen reduzieren, Ressourcen stärken
Dennoch können ungünstige Arbeitsbedin­gungen Gesundheitsbeeinträchtigungen aus­lösen oder mitbedingen. Jeder Arbeitsplatz bringt Anforderungen und Belastungen mit sich. War es früher harte körperliche Arbeit, ist Arbeit heute eher gekennzeichnet durch hohe Anforderungen, Termin- und Leistungsdruck, sowie Unterbrechungen bei der Arbeit. Dies kann körperliche, aber auch psychische Beschwerden wie auch chronische Krankheiten zur Folge haben, wie zum Beispiel Rückenleiden, psychische Störun­gen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Arbeit ist Ressource und Belastung zugleich. Für Arbeitgeber bedeutet dies, Arbeit so zu ge­stalten, dass sie die Gesundheit bestmöglich unterstützt und fördert. Betriebliche Gesund­heitsförderung (BGF) und Betriebliches Ge­sundheitsmanagement (BGM) helfen dabei, arbeitsbedingte Belastungen zu reduzieren und Ressourcen im Unternehmen zu stärken.

Gesundheitskompetenz stärken, Arbeitsfä­higkeit erhalten
Mit einer gezielten Analyse der Arbeits- und Belastungssituation können Handlungsschwer­punkte identifiziert werden. Durch die Ein­flussnahme auf erkennbare belastende Rah­menbedingungen der Arbeit (zum Beispiel Veränderung von Verfahrens- oder Produk­tionsabläufen), Seminare zur gesundheitsge­rechten Mitarbeiterführung oder Hilfen zum gesundheitsförderlichen Umgang mit Belas­tungen (beispielsweise Entspannungsübun­gen an PC-Arbeitsplätzen) können arbeits­bedingte Belastungen am Ort der Entstehung abgebaut und die Gesundheit positiv beein­flusst werden.

Beschäftigte werden durch BGF-Maßnahmen in ihrer Gesundheitskom­petenz gestärkt und die Arbeitsfähigkeit bleibt bis ins Rentenalter erhalten. In der modernen Dienstleistungsgesellschaft ist zudem die Innovationskraft eines Unter­nehmens für seine Position am Markt aus­schlaggebend. Wohlbefinden und die Ar­beitszufriedenheit der Mitarbeiter werden für den Unternehmenserfolg immer bedeu­tender.
Zufriedene Mitarbeiter haben eine gesteigerte Leistungs-bereitschaft, welche sich wiederum positiv auf das Unterneh­mensergebnis auswirkt.