Am 4. März 2019 hat die EU-Kommission ihren Gesamtbericht zur Umsetzung des neuen Aktionsplans Kreislaufwirtschaft präsentiert. Das Fazit der Brüsseler Behörde fällt überwiegend gut aus.

So beschreibt die Bewertung alle der mehr als 50 Maßnahmen (z.B. eine neue EU-Abfallrahmengesetzgebung) aus dem Aktionsplan Kreislaufwirtschaft der EU als inzwischen vollständig umgesetzt oder jedenfalls gestartet.

Ergänzend erwähnt die EU-Kommission in ihrer Bewertung eine deutliche Zunahme von Arbeitsplätzen, der Wertschöpfung und von Investitionen innerhalb der EU auf Basis der Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

Als ein Bestandteil des Aktionsplans Kreislaufwirtschaft gilt auch die Europäische Kunststoffstrategie, welche die EU-Kommission im Januar des vergangenen Jahres veröffentlichte. In deren Hinsicht benennt die EU-Kommission trotz bereits erzielter Fortschritte etwa beim Kunststoffrecycling allerdings die Notwendigkeit, den Markt für recycelte Kunststoffe weiter zu fördern.

Zu diesem Zweck betont die EU-Kommission als Maßnahme u. a. die kürzlich geschaffene "Allianz für Kunststoffkreislaufwirtschaft" von industriellen Anbietern und Abnehmern recycelter Kunststoffe. 

Trotz vieler positiver Bewertungen erkennt die EU-Kommission in ihrem Bericht allerdings auch weitere Handlungsnotwendigkeiten. Demnach seien etwa im Hinblick auf die Umsetzung der Abfallgesetze der EU oder zur Entwicklung von Sekundärrohstoffmärkten in Europa weitere Anstrengungen gefragt. Jedoch bleibt dabei manches noch eher vage. 

Der neue Aktionsplan Kreislaufwirtschaft der EU wurde im Dezember 2015 mit den Zielen angenommen, das Klima sowie natürliche Ressourcen zu schonen sowie eine nachhaltige Wirtschaft durch die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft in Europa zu fördern.

Dazu soll unter anderem die Steigerung von Recycling und Wiederverwendung einen Schwerpunkt bilden.