Die EU-Kommission und die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, haben am 12. März eine neue EU-China-Strategie vorgestellt. Die zehn vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich auf verschiedene Bereiche wie Handels-, Klima-, Sicherheits- und Wettbewerbspolitik.

Nach Ansicht der Kommission hat sich in der strategischen Partnerschaft der EU mit China das Verhältnis von Herausforderungen und Chancen zu Ungunsten der Europäer verschoben.

Mit dem Strategiepapier soll deshalb nachjustiert werden. Über das Papier haben die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am 21. und 22. März beraten. Der nächste EU-China Gipfel wird im  April 2019 in Brüssel stattfinden.

Aus Sicht des DIHK ist das Strategiepapier ein wichtiger Impuls, um die Beziehungen mit dem Reich der Mitte auf Augenhöhe zu stärken. China bleibt strategischer Wirtschaftspartner Europas, aber auch ein nicht immer ganz fairer Wettbewerber. Unternehmen mit China-Geschäft klagen zunehmend darüber.

Doch die Handelszahlen sprechen für sich: Mit einem EU-China-Handelsvolumen von knapp 600 Milliarden Euro bieten sich weiterhin eine Vielzahl an Absatzmöglichkeiten für deutsche und europäische Unternehmen.  Allein das deutsch-chinesische Handelsvolumen in Höhe von 186 Milliarden Euro macht mehr als 30 Prozent davon aus.

Deutschland und Europa verbindet mit China eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Es liegt nach Ansicht des DIHK aber an China, diese jetzt auch fortzuschreiben. Der baldige Abschluss des bilateralen Investitionsschutzabkommens könnte hier ein Zeichen setzen.

Wie eine zukünftige China-Strategie aussehen kann, die auf Zusammenarbeit setzt, beschreibt der DIHK-China-Aktionsplan 2019+. Klar ist: Wirtschaftliche Offenheit und eine geschlossene EU müssen das Grundgerüst der zukünftigen Zusammenarbeit sein.