Sollte das Vereinigte Königreich am 30. März ohne ein Abkommen (ungeregelter Brexit) aus der Europäischen Union ausscheiden, wird es eine weitere Notfallmaßnahme für den Waren- und Personenverkehr geben.

Am 26. Februar 2019 haben das Europäische Parlament und die 27 Mitgliedstaaten im Rat eine vorläufige politische Einigung über einen entsprechenden Vorschlag der Kommission erzielt.
 
Diese Verordnung soll dafür sorgen, dass es möglichst nicht zu Störungen für europäische Bürger und Unternehmen bei Straßenverkehrsverbindungen kommt. Die EU-Notfallmaßnahme soll es britischen Betreibern ermöglichen, Waren und Personen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zu befördern, sofern das Vereinigte Königreich EU-Betreibern gleichwertige Rechte gewährt (Reziprozität). Derweil müssen weiterhin die einschlägigen sozialen und technischen Vorschriften der EU eingehalten und ein fairer Wettbewerb zwischen EU- und britischen Betreibern gewährleistet werden.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc erklärte, dass es sich um eine bis Ende 2019 befristete einmalige Maßnahme handeln würde, um insbesondere den vom Brexit betroffenen Unternehmen Rechtssicherheit zu geben.

Das Europäische Parlament und der Rat müssen die vorläufige Einigung noch förmlich genehmigen, bevor sie in Kraft treten kann.