Die europäischen Gesetzgeber unterstützen somit den Vorschlag der EU-Kommission vom Juni 2018, den bestehenden Fördertopf "Connecting Europe Fazilität" (CEF) auch im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens fortzuführen.

Dem Transportbereich soll nach Vorstellung der EU-Kommission mit 30,6 Milliarden Euro wie bisher auch der Löwenanteil des Fördertopfs zugutekommen. Förderschwerpunkt soll die Dekarbonisierung des Transportsektors sein, unter anderem durch die Förderung von Investitionen in Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe.
Erstmals soll auch schwerpunktmäßig in die Digitalisierung investiert werden. Die von der Kommission hierfür vorgesehenen drei Milliarden Euro könnten beispielsweise in den Breitbandausbau und in die 5G-Infrastruktur fließen.

Für den Energiesektor schlägt die Kommission ein Budget von 8,65 Milliarden Euro vor. Ob es hierbei bleibt, hängt von der noch ausstehenden Entscheidung zum gesamten mehrjährigen Finanzrahmen ab. Festgelegt haben Rat und Parlament jedoch bereits, dass 15 Prozent des energiebezogenen CEF-Budgets in grenzüberschreitende Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden sollen.

Konkret soll es um Projekte gehen, die im Rahmen des Kooperationsmechanismus der Erneuerbare-Energien-Richtlinie oder anderer bi- oder multilateraler Vereinbarungen geplant sind. Der Kooperationsmechanismus ermöglicht es Mitgliedsstaaten, ihr europäisches Erneuerbare-Energien-Ziel teilweise durch die Teilnahme an Projekten in anderen Ländern zu erreichen.

Bisher wurde von dieser Option nur sehr spärlich Gebrauch gemacht.
Die bisher informelle Einigung muss noch formell vom Parlament und vom Ministerrat bestätigt werden. Die Abstimmung im Plenum ist im April vorgesehen.

Die CEF ist eines der Hauptförderinstrumente der EU zur transeuropäischen Infrastrukturentwicklung in den Bereichen Transport, digitale Dienstleistungen und Energie.