Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat sich mit konkreten Vorschlägen für ein Verbot von Mikroplastik ausgesprochen, welches bestimmten Produkten bewusst zugesetzt wird. Die EU-Kommission hatte der ECHA zuvor einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt.

Die Beschränkungsvorschläge der ECHA für diese Art von Mikroplastik zielen auf eine breite Produktpalette ab. Darunter fallen nach Angaben der ECHA unter anderem Kosmetikprodukte, Waschmittel, Farben und Glasuren, medizinische Produkte, Baumaterialen oder Produkte, die im Öl- und Gassektor zum Einsatz kommen.

Das daraus folgende Einsparungspotenzial der Mikroplastikemissionen in die Umwelt beziffert die ECHA auf etwa 400.000 Tonnen in 20 Jahren. Dabei geht die ECHA nach eigenen Untersuchungen von einem noch unklaren, potenziell jedoch erheblichen Umwelt- und Gesundheitsrisiko durch Emissionen von Mikroplastik aus.

Nun stehen zunächst weitere Bewertungen auf Seiten der ECHA an, ehe es zu möglichen Entscheidungen kommt. Mehrere Mitgliedstaaten der EU haben auf nationaler Ebene bereits gewisse Verbote von Produkten bewusst zugesetztem Mikroplastik erlassen.