Berlin. In der aktuellen Diskussion um Fahrverbote hat der DIHK darauf hingewiesen, dass wichtige Fakten zu wenig berücksichtigt würden. So habe sich die Konzentration von Stickstoffdioxid an verkehrsnahen Messstationen nach den Daten der Landesumweltämter im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich vier Prozent verringert. Damit sind die Werte in vielen Städten bereits besser als in den örtlichen Luftreinhalteplänen prognostiziert.

„Wenn nun die Maßnahmen aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ hinzukommen, wird sich dieser Effekt noch beschleunigen. Die Industrie- und Handelskammern vor Ort sehen deshalb eine klare Alternative zu Fahrverboten“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Für viele Unternehmen ist das Vermeiden von Fahrverboten sehr wichtig: Denn drei Viertel der gewerblichen Fahrzeuge fahren mit Diesel. Neben den vielen Lieferfahrzeugen gibt es gerade auch Betriebe auf dem Land, die regelmäßig mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Ballungszentren ein- und auspendeln müssen. „Diese Unternehmen brauchen Rechtssicherheit, zumal sie im Liefer- und Schwerlastverkehr zumeist noch nicht über echte Alternativen zum Dieselfahrzeug verfügen“, betonte der DIHK-Präsident.
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